Klimaschutz im HSK

Integriertes
Klimaschutzkonzept

Bereits seit dem Jahr 2007 beschäftigt sich der Hochsauerlandkreis intensiv mit der Frage, wie das Klima geschützt werden kann. So verabschiedete der Kreistag im selben Jahr eine Resolution zum Klimaschutz. 2011 folgte mit dem ersten Klimaschutzkonzept ein konkreter Handlungsleitfaden, der im Jahr 2013 durch das Integrierte Klimaschutzkonzept für den Hochsauerlandkreis und die Städte und Gemeinden umfassend erweitert wurde. Viele darin enthaltene Maßnahmen wurden seither umgesetzt, wie z.B. der Bau und Betrieb von Dach- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Liegenschaften, die Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Gehölzschnitt, Straßenbegleitgrün) oder die Erneuerung der Beleuchtung auf LED.

Ausschnitt des Posters zum IKSK des HSK, Text: Hochsauerland schützt Klima ... und Du? Jetzt aktiv werden und mitmachen! Quelle: Hochsauerlandkreis

European Energy Award

Der Hochsauerlandkreis nimmt seit 2014 am europäischen Qualitäts- und Zertifizierungsprozess des European Energy Award ® (eea) für eine umsetzungsorientierte Klimaschutz- und Energieeffizienzpolitik teil.

Das interdisziplinäre Energieteam aus den relevanten Fachdiensten und Betrieben koordiniert das Verfahren in der Kreisverwaltung mit dem Ziel, ein sichtbares Zeichen des kommunalen Engagements für Klimaschutz und Energieeffizienz zu setzen.

Eine umfassende Bestandsaufnahme (IST-Analyse) der bislang von der Kreisverwaltung auf der Grundlage des Zukunftsprogramms sowie des Klimaschutzkonzeptes eingeleiteten bzw. realisierten energie- und klimapolitischen Aktivitäten stellt die Basisarbeit dar. Ziel ist die Schaffung einer Grundlage für die Identifikation von Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenzialen des Landkreises. 

Die Bewertung der einzelnen Maßnahmen im jeweiligen Betrachtungszeitraum und der jeweilige Zielerreichungsgrad erfolgt durch die beratende Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft Essen. Das Ergebnis der internen Audits ist den jährlichen Berichten zu entnehmen.

Das Energiepolitische Arbeitsprogramm (EPAP) für den Hochsauerlandkreis hat der Kreistag beschlossen. Im EPAP sind die Projekte und Maßnahmen festgelegt, die innerhalb der nächsten Jahre im Bereich Energie und Klimaschutz geplant und umgesetzt werden sollen. Entsprechend der tatsächlichen Entwicklungen und regionalen Erfordernissen wird das EPAP kontinuierlich fortgeschrieben. Es wird durch das Energieteam koordiniert, die haushaltsrechtliche Abwicklung und tatsächlichen Umsetzung der Maßnahmen erfolgt dezentral innerhalb der jeweiligen Produktverantwortung.

Zur Durchführung der ersten Phase gewährte die Bezirksregierung Arnsberg (Az. 64.65.14-EEA-145-E) eine Einstiegsförderung des Landes NRW. Am 15.11.2018 hat sich der Hochsauerlandkreis nach Beurteilung der Auditorin der TÜV Rheinland Industrie Service GmbH Berlin erfolgreich dem externen Audit unterzogen.

Am 05.07.2019 stimmte der Kreistag der Fortsetzung der energie- und klimapolitischen Aktivitäten auch ohne eea-Landesförderung zu.

Die erstmalige Auszeichnung mit dem European Energy Award durch das Land NRW erfolgte am 27.08.2020. Landrat Dr. Karl Schneider nahm den Preis zusammen mit seinen Mitarbeitern Berthold Kraft, Energiebeauftragter, und Jörg Maaß, Mobilitätsmanagement in der Stadthalle Soest entgegen. Ein Schwerpunkt der Klimaschutz-Aktivitäten des Kreises lag auf den energetischen Sanierungen kreiseigener Gebäude. In diesem Rahmen kommen inzwischen zahlreiche Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien zum Einsatz, zum Beispiel Hackschnitzel- und Pellet-Heizungen. Zudem nutzt der Kreis die Blockheizkraftwerk-Technologie und rüstete die Beleuchtung in den Schulen auf LED um. Darüber hinaus gibt es vielfältige Mobilitätsangebote wie beispielsweise den Ausbau des Bürgerbusangebotes, die Einrichtung von Mobilitätsstationen für den Umstieg zwischen Rad, Pkw, Bus und Zug sowie Eco-Drive-Schulungen für die Kraftfahrer der Kreisverwaltung. Der Hochsauerlandkreis setzt den eea-Prozess auch ohne die Folgeförderung des Landes NRW fort.

Welche Maßnahmen bisher umgesetzt worden und zukünftig geplant sind, können dem aktuellen eea-Bericht Hochsauerlandkreis entnommen werden (Stand: 19.02.2020).

Allgemeine Informationen finden Sie unter: https://www.european-energy-award.de/

Hochsauerlandkreis erhält European Energy Award
Der Hochsauerlandkreis wurde am 27. August 2020 mit dem European Energy Award ausgezeichnet (v.l.).: Landrat Dr. Karl Schneider, Berthold Kraft (Energiebeauftragter) und Jörg Maaß (Mobilitätsmanagement). / Foto: EnergieAgentur.NRW, Daniel Schmitt/Spitzlicht

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Ansprechpartner

Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Walter Scholz